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Behandlung

Kontaktlinsen reinigen – so geht´s richtig

Kontaktlinsen richtig reinigen

Für den Tragekomfort ist die richtige Reinigung von Kontaktlinsen das A & O. Wird die Reinigung nicht präzise genug durchgeführt, stellen sich ganz rasch Entzündungen ein und das Sehen mit den Kontaktlinsen wird zur Qual. Auf dem Sehbehelfen lagert sich eine Schicht ab, ein sogenannter Film aus Eiweiß und Keimen und die müssen unbedingt durch eine tägliche sorgfältige Reinigung entfernt werden.

Dazu reicht es nicht irgendeinen Reiniger zu verwenden, sondern dazu müssen unbedingt auf die Kontaktlinsen abgestimmte Reinigungsmittel (All-in-one-Lösungen) verwendet werden. Vor dem Beginn der Reinigung ist es wichtig, sich vorher die Hände gründlich zu waschen. In den Becher mit L kommt dann die linke Kontaktlinse, mit R dann die Rechte. Hier füllt man bis zu der Markierung die Reinigungsflüssigkeit der Kontaktlinsen ein und lässt die Linsen über Nacht in dieser Flüssigkeit liegen. Der Stand der Reinigungslösung sollte weder darunter noch darüber sein. Je sorgfältiger dieser Reinigungsprozess durchgeführt wird, desto besser werden die Kontaktlinsen vertragen. Die Verweildauer in der Lösung muss mindestens eine Dauer von 6 Stunden haben. Dann können die Sehhilfen, natürlich wieder mit sauberen Fingern auf die Hornhaut gesetzt werden.

Tipp: Ob bei harten Kontaktlinsen oder weichen Kontaktlinsen: Hände weg von Peroxidlösungen. Ansonsten ist es wichtig bei der Reinigung immer die Packungsbeilage zu beachten und die Handflächen vorab zu reinigen. Neben dem richtigen Aufbewahren ist es wichtig, die Kontaktlinsenpflege regelmäßig auszuführen.

Behälter und Desinfektion – der Kontaktlinsenbehälter

Die Reinigungsbecher werden nach dem Vorgang mit einer Kochsalzlösung desinfiziert. Was am Anfang vielleicht etwas umständlich klingt, geht nach einigen Anwendungen in Fleisch und Blut über und gehört zu dem normalen Tagesablauf für Kontaktlinsenträger einfach mit dazu. Reinigungslösungen, bei denen das Verbrauchsdatum abgelaufen ist, sollte, nicht mehr verwendet werden. Auch bei der Aufbewahrung muss unbedingt auf die Umgebungstemperatur geachtet werden. Nicht unter 15 Grad und nicht höher als bei 25 Grad Celsius Raumtemperatur sollen sie gelagert werden. Oft ist diese Einhaltung bei Reisen gar nicht möglich und deshalb kann hier ganz einfach auf Tages-Kontaktlinsen zurückgegriffen werden. Die einzeln steril verpackten Linsen eignen sich hier optimal und man läuft nicht Gefahr in der schönsten Zeit des Jahres, in seinem wohlverdienten Urlaub mit geröteten und schmerzenden Augen herumzulaufen.

Hat man sein passendes Reinigungsprodukt gefunden, sollte auf keinem Fall mehr zu einer anderen Marke gewechselt werden. Man würde so eventuell Gefahr laufen, eine Allergie zu entwickeln. Dafür sollte auch ein günstigerer Preis einer anderen Marke nicht im Vordergrund stehen. Das gewohnte Produkt findet man sicher auch in den Onlineshops zu einem kleineren Preis. Es lohnt sich hier tatsächlich die Seiten durchzusehen, denn wer freut sich nicht, wenn er etwas sparen kann. Besonders bei den Produkten, die man ständig braucht.

Der richtige Aufbewahrungsort für Reinigungsmittel

Über das Wie und Womit in Sachen Reinigung von Kontaktlinsen handelte schon der ein oder andere Blogbeitrag. Hier soll es nun aber um eine Frage gehen, die zwar entfernt damit zusammenhängt, wohl aber kaum oder eher selten in den Köpfen von Kontaktlinsenträgern auftaucht: Wie lagert man Reinigungs- und Pflegemittel richtig? Diese Mittel sind für die Handhabung der Linsen, den Tragekomfort und besonders für die Gesundheit der Augen von großer Bedeutung. Denn Ablagerungen auf den Kontaktlinsen mindern deren Sauerstoffdurchlässigkeit und schaffen einen idealen Nährboden für Keime. Daher ist es unabdinglich, die Linsen durch regelmäßiges Reinigen sauber zu halten, um so Entzündungen und Reizungen des Auges zu verhindern.

Reinigungsmittel lagern, aber richtig!

Doch nicht nur dem Auge selbst, auch den Pflegemitteln sollte man eine gewisse Aufmerksamkeit schenken. So ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, dass kaum ein Mittel eine Lagerung von über 30°C verträgt. Wird diese Temperatur überschritten, kann es passieren, dass das Mittel seine Wirksamkeit verliert. Von Vorteil ist auch eine dunkle Lagerung ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Deckel drauf

Nach dem Gebrauch sollte man die Mittel auch immer gut verschließen und vor der Benutzung auf das Verfallsdatum auf der Verpackung achten. Ist dieses überschritten, darf der Inhalt auf keinen Fall mehr verwendet werden. Die Wirksamkeit ist dann nämlich nicht mehr gegeben.

Bakterien auf Kontaktlinsen – neue Methoden helfen

bakterien kontaktlinsenEine der größten Gefahren für Träger von Kontaktlinsen sind Infektionen der Augen, die von Kleinstlebewesen verursacht werden. Diese gelangen über die Linse als Übermittler auf die Hornhaut und können dort zu erheblichen Schäden führen. Je nachdem, um welchen Bakterienstamm es sich handelt, vermehren diese sich langsamer oder schneller und führen so zu unterschiedlich verlaufenden Krankheitsbildern. Das kann vom einfachen Jucken und Brennen über Tränen der Augen bis hin zu folgenschweren Entzündungen gehen. Bisher war es nicht immer ganz leicht, den zusehends resistent werdenden Zellen erfolgreich zu Leibe zu rücken. Doch eine neue Behandlungsmethode sieht bis jetzt sehr vielversprechend aus und könnte ein effektiver Ansatz im Kampf gegen die gefährlichen Kleinstlebewesen sein, wie enzin.de berichtet. Israelische Forscher haben im “Investigative Ophthalmology and Visual Science”, einem Fachmagazin der Branche, die Behandlung beschrieben.

Ihnen geht es dabei vor allem um das Bakterium Pseudomonas aeroginosa, das beim Patienten zu sehr schweren Vernarbungen führen kann, die wiederum mit Einschränkungen in der Sehkraft einhergehen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Erreger von den Kontaktlinsen übertragen werden und so in die Augen gelangen. Den israelischen Experten ist es nun gelungen, spezielle Moleküle, die die Zellen umgeben, biochemisch zu attackieren. Mit diesem Verfahren kann die Besiedlung der Hornhaut durch die Keime merklich vermindert werden. Außerdem hatten die Forscher bei dem Versuch, die auf den Kontaktlinsen durch die Zellen entstandenen Biofilme zu zerstören. In diesen Biofilmen „formieren“ sich für gewöhnlich die Bakterien im Verbund, um sich so besser gegen Angriffe von außen schützen zu können. Kann man nun aber diesen Verbund auflösen, ist es auch möglich, die einzelnen Bakterien besser zu bekämpfen.

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