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Kontaktlinsen

Rehabilitation

Wissen über Kontaktlinsen und ihre Anwendung

Viele Menschen nutzen Kontaktlinsen als gute Alternative für die Brille. Sie begründen dies oft mit dem Sichtfeld, welches beim Tragen von Kontaktlinsen weniger eingeschränkt ist als bei einer Brille. Früher war es vielen schon sehr peinlich, sich mit einer Brille zu zeigen. Da diese jedoch heute als ein modernes Accessoire gilt, steht so ein Thema nicht mehr zur Debatte. Es gibt jedoch gerade für Neulinge auf diesem Gebiet einige Verhaltensregeln, die man wissen und vor allem beachten sollte.

Die Geschichte der Kontaktlinsen

Muss der Mensch eine Brille tragen, fühlt er sich meist sehr eingeschränkt damit. Der Trend geht zwar heute zu der leichten Brille mit Kunststoffgläsern, die man kaum noch auf der Nase spürt. Das Design wird immer moderner, aber trotzdem werden Brillen nicht von allen Menschen geliebt. Unbeschwertes Bücken oder Ausübung von Sport ist mit der Brille nicht mehr so einfach und nimmt man ein heißes Getränk zu sich, muss man feststellen, die Brille beschlägt sich sogar schon da?

Die Alternative heißt natürlich Kontaktlinsen. Als die Brillen tatsächlich noch sehr schwer waren, weil sie aus Glas hergestellt wurden, war das Tragen besonders beschwerlich. Das derbe Gestell drückte auf Nase und Ohren, alles tat weh, somit musste man oft Pause von der Brille nehmen und dafür das schlechte Sehen im Kauf nehmen.

Das war auch der Grund, warum sich schon 1636 Rene‘ Descartes mit Berechnungen einer solchen Sehhilfe beschäftigte. Eine weitere konkrete Form wurde im Jahr 1887 von drei unabhängigen Augenärzten erfunden, eine noch sehr große Glasplatte, die auf das Auge gelegt wurde. Aber keine wirklich angenehme Trageigenschaft für die Betroffenen hatte. Die Sehschärfe wurde schon damit positiv korrigiert.

Erst ab dem Jahr 1939 kam der Kunststoff für die Kontaktlinsen zum Einsatz und das Material wurde dadurch dünner und angenehmer für den Anwender. Durch diese Neuheit war es dann auch möglich, dass die Kontaktlinsen schon durchgehend den ganzen Tag getragen werden konnten. Durch die Leichtigkeit des Materials lagen sie schon schwimmend auf der Hornhaut, aber an Luftdurchlässigkeit war aber noch nicht zu denken. Es handelte sich dabei um ein dichtes Material.

1971 war dann das Jahr, in dem die weichen Kontaktlinsen geschaffen wurden. Durch ihre Konsistenz waren sie besser im Auge platziert und gingen dadurch nicht so leicht verloren. Das war eine große Freude besonders für die Sportler, eine Kontaktlinse, die alles mitmacht, war geboren. Von da an gab es auch verschiedenen Reinigungslösungen, denn je nach Unterschied des Materials sind auch verschiedene Reinigungsmittel nötig. Und der Reinigungsprozess ist ja sowieso das A und O der Kontaktlinsen. In der heutigen Zeit kann der Träger von Kontaktlinsen diese Prozedur umgehen, wenn er sich für Tageslinsen entscheidet. Die werden klinisch rein aus der Packung direkt auf die Hornhaut gesetzt und am Abend wieder entsorgt. Sie sind zwar etwas teurer, aber immerhin spart man dabei die Kosten der Reinigungslösung und sich noch dazu eine Menge Arbeit.

Harte und weiche Kontaktlinsen

AugentafelDie weichen Kontaktlinsen eignen sich sehr gut für den Sport, oder aber um gelegentlich mal Linsen anstatt der Brille zu tragen. Ihre Beschaffenheit wird als schwammig und weich bezeichnet, daher werden sie gerade bei sportlichen Menschen empfohlen. Diese Art der Kontaktlinsen liegen unmittelbar auf der Hornhaut auf. Im Gegensatz dazu steht die harte Kontaktlinse. Sie legen sich vorsichtig auf die Tränenflüssigkeit und sollten immer dem Träger zuvor angepasst worden sein. Das Einsetzen und Entfernen von harten Kontaktlinsen ist daher sehr einfach.

Kontaktlinsen können zur Anwendung kommen bei:

  • Hornhautverkrümmung
  • Fehlsichtigkeit
  • Weitsichtigkeit
  • Alterssichtigkeit
  • Presbyopie
  • Astigmatismus
  • Anpassung der Dioptrien

Wechsel der Kontaktlinse

Alle Gegenstände, die man häufiger nutzt, zeigen ab irgendwann Ermüdungserscheinungen. Daher sagen gerade Augenärzte, dass man auch Kontaktlinsen regelmäßig wechseln sollte. Hat ein Nutzer nicht gerade die Einmal – Linsen in der Hand, so halten die harten Kontaktlinsen ungefähr 18 Monate, mit den weichen kommt man circa ein Jahr aus. Hier kommt es jedoch auch darauf an, wie oft sie getragen werden. Schlussendlich kann eine Kontaktlinse noch so gut gereinigt werden, irgendwann neigt sie einfach dazu den Schmutz einzulagern und somit auch mit ins Auge zu transportieren. Dies kann nicht nur allergische Reaktionen zur Folge haben, sondern auch die Sehleistung beeinflussen.

Übrigens: Wer Kontaktlinsen günstig online bestellen will, sollte sich an Marken orientieren und die passenden Pflegemittel dazu erwerben. Die vom Hersteller empfohlene Tragezeit sollte auf keinen Fall überschritten werden. Alternativ lohnt die Anfrage bei Optiker oder Augenarzt. Nicht, dass das Schnäppchen zum günstigen Preis für Tages- oder Wochenlinsen zu einem Reinfall wird.

Linsen in Bezug auf Kosmetik und Medizin

Wer sich gerne schminkt und/oder Medizin zu sich nimmt, der sollte gewisse Dinge beachten. Gerade Salben und Puder hinterlassen gerne mal Partikel, die nicht zuletzt im Auge landen können. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, sollte erst dann mit dem Make-up begonnen werden, wenn die Linse sich bereits im Auge befindet. Wichtig ist es, dass sich nichts unter der Linse befindet, was schlussendlich den Augapfel reizen könnte. Genau andersherum verhält es sich dann beim Abschminken. Hier sollte genau darauf geachtet werden, dass die Kontaktlinsen davor herausgenommen werden. Denn sie könnten durch die Stoffe, die von der Haut heruntergenommen werden, verunreinigen. Wird ein Medikament eingenommen, welches nachweisbar die Tränenflüssigkeit beeinflusst, sollte dies dem Augenarzt mitgeteilt werden. Wenn die Kontaktlinse als störend empfunden wird, ist es sowieso ratsam den Arzt aufzusuchen.

Modisch hingegen sind farbige Kontaktlinsen, die als torisch bezeichnet werden. Sie haben nichts mit einer Sehhilfe zu tun, sondern legen sich nur auf das Auge, um eine andere Augenfarbe zu imitieren. Für Kontaktlinsenträger mit Sehstärke nicht geeignet.

Kontaktlinsen bei der Arbeit

Kontaktlinsen eignen sich nicht für jede Arbeit. So ist es beispielsweise kontraproduktiv, sich mit ihnen in einem sehr staubigen Raum aufzuhalten. Auch andere Schwebstoffe können sich hier negativ auswirken. Wenn man trotzdem nicht auf seine Kontaktlinsen verzichten möchte, der sollte in solchen Räumlichkeiten nur noch mit Schutzbrille arbeiten. Wer nun aber glaubt, dass ein Bürojob den Linsen nichts tun kann, dem sei gesagt, dass sich die Schlagfrequenz des Augenlids automatisch reduziert, sobald sich eine Kontaktlinse darin befindet. Dies führt in der Regel zu trockenen Augen. Spezielle Augentropfen können hier Abhilfe schaffen. So ist der Träger von Kontaktlinsen eigentlich in jedem Job gut aufgehoben, solange er vorher mit seinem Augenarzt Rücksprache hält und sich so viele Informationen wie möglich zusammen sucht. Es gibt jedoch auch Berufe, die keine Kontaktlinsen dulden. Daher ist dieses Thema auch immer mit dem Arbeitgeber zu erörtern.

Kontaktlinsen – Ja oder Nein?

Eine Studie ergab, dass in Deutschland die meisten Menschen ihren Sehfehler mit einer Brille korrigieren. Nur ein geringer Teil davon trägt Kontaktlinsen.

In den letzten Jahren wird aber der Trend zu den Kontaktlinsen immer stärker. Es erhöht sich aber auch zunehmend die Qualität des Materials der Kontaktlinsen. Sie werden immer schonender für die Augen und durch die neue Beschaffenheit fällt dem Auge die Gewöhnung auch wesentlich leichter. Kontaktlinsen verwendet man entweder aus kosmetischen Gründen, keine Brillenfassung soll mehr das Outfit stören und das Gesichtsfeld. Kontaktlinsen können ein Wohlgefühl auslösen und zu viel mehr Selbstbewusstsein verhelfen.

Zu den bekanntesten Marken zählen im übrigen:

  • Biofinity
  • Dailies
  • Acuvue Oasys

Sie besitzen einen hohen Tragekomfort und können mit den passenden Pflegemitteln leicht genutzt werden.

Oder einfach, damit man die störenden Faktoren einer Brille hinter sich lassen kann, wie zum Beispiel das Anlaufen der Brille, vorsichtig sein bei Bewegungen, der störende Rahmen. Es gibt genügend Einschränkungen, die hier zum Vorschein kommen.

Hat es nach den Kriegsjahren nur harte Kontaktlinsen gegeben, kann man sie heute auch in einer weicheren Form versuchen, auf alle Fälle haften sie da auch besser, was wiederum heißt, die fallen auch beim Fußballspielen oder beim Schwimmen nicht heraus.

Absolute Nachteile, die Kontaktlinsen mit sich bringen, gibt es leider auch zu beklagen, das Erste ist gleich die Tragedauer. Sie unbestimmte Zeit im Auge zu haben, ist nicht zu empfehlen, weil die Hornhaut unbedingt Sauerstoff benötigt. Liegt aber die Kontaktlinse auf der Hornhaut, helfen auch die luftdurchlässigen Kontaktlinsen nicht.

Das nächste Kontra ist der umständliche Reinigungsvorgang, eine spezielle Reinigungsflüssigkeit wird dazu benötigt und penibel und regelmäßig muss diese durchgeführt werden, damit ja keine Keime in die Augen eingeschleppt werden.

Der nächste Punkt ist die Verträglichkeit. Nicht jeder kommt mit ihnen zurecht, für manche bleiben sie nicht nur die erste Zeit ein Fremdkörper, manche Personen entwickeln eine richtige Allergie gegen die Kontaktlinsen und die ist nicht angenehm.

Die Augen tränen, jucken, brennen und kratzen, sind rot unterlaufen, unter solchen Umständen wechselt man gerne wieder zur Brille. Wenn Personen bereits vorher schon unter trockenen Augen leiden, sollten sie es mit Kontaktlinsen erst gar nicht versuchen. Denn diese müssen auf der Hornhaut schwimmen können.

Für Entzündungen können auch die Schadstoffe aus der Umwelt ausschlaggebend sein. Zum Beispiel nehmen weiche Kontaktlinsen aufgrund ihrer Beschaffenheit alles Mögliche an diesen Umweltgiften auf und irritieren so die Augen.

Aber wenn man sie verträgt, können sie das Leben um sehr viel angenehmer machen, es ist eben in jedem Fall einen Versuch wert. Die Mehrzahl der Anwender vertragen die Kontaktlinsen ausgezeichnet und der Arzt oder der Optiker stehen mit kompetenten Ratschlägen zur Seite.

Vorteil von Monatskontaktlinsen gegenüber Jahreskontaktlinsen

Kontaktlinsen gibt es viele – und ebenso viele Arten von Linsen gibt es. Manche tragen harte, andere Leute bevorzugen weiche Linsen. Je nach Modetrend trägt der ein oder andere die Linsen auch nicht aus gesundheitlichen Gründen, sprich zur Korrektur von Sehfehlern, sondern um aufzufallen. Das gelingt dann beispielsweise mit eingefärbten Linsen (Zombie-Look oder rote Vampiraugen). Ob man nun aber Jahres- oder Monatslinsen trägt, ist nicht immer nur eine Frage des Geschmacks. Es geht auch um Fragen zur Hygiene und Handhabung.

Jahres- und Monatslinsen

Jahreslinsen trägt man, wie der Name es schon vermuten lässt, ein ganzes Jahr, bevor man sich neue kauft. Bei Monatslinsen ist die Tragedauer eben auf einen Monat beschränkt, d.h. man muss jeden Monat ein neues Paar Linsen kaufen. Nun mag manch einer meinen, das wäre doch viel teurer als Jahreslinsen, doch das stimmt nicht. Ein Satz Jahreslinsen kostet nicht viel weniger als 12 Packungen mit Monatslinsen.

Monatslinsen – einfachere und bessere Hygiene

Zudem kommen bei den Monatslinsen Vorteile hinzu, die die Jahreslinsen nicht haben. Ein ganz wichtiger Aspekt ist dabei die Pflege der Linsen. Im Laufe eines Jahres können sich trotz guter Pflege auf den Linsen weit mehr Keime und Bakterien ansammeln als auf Monatslinsen, die nach 31 Tagen im Müll landen. So verringert man durch Monatslinsen die Gefahr, Krankheitserreger ins Auge zu bringen, die Juckreiz, Brennen oder im schlimmsten Fall böse Entzündungen verursachen können. Natürlich muss man sowohl Jahres- als auch Monatslinsen in speziellen Pflege- und Reinigungslösungen aufbewahren, die Verschmutzungen aller Art auf den Linsen beseitigen. Doch gerade Kratzer und andere Unebenheiten auf den Linsen können auch Lösungen nicht beheben. Die verschwinden nur, wenn man die Kontaktlinsen wechselt und das tut man bei Monatslinsen eben öfter als bei Jahreslinsen.

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